Stillen bei großer Hitze: Unsere Tipps für den Sommer
Der Sommer steht vor der Tür – mit all seinen Freuden: den längeren Tagen, den Terrassen und den Abenden im Freien. Aber auch mit seinen Herausforderungen, wenn man stillt: Die Hitze macht die ohnehin schon anstrengenden Tage noch schwieriger.
Der milchbildende Körper erzeugt Wärme. Das Baby an Ihrer Brust erzeugt Wärme. Der Raum ohne Klimaanlage erzeugt Wärme. Und Sie, mitten in all dem, versuchen, kühl und hydriert zu bleiben und gelassen genug zu sein, damit das Stillen reibungslos verläuft.
Das ist möglich. Mit den richtigen Gewohnheiten ist es sogar ganz gut machbar. Hier ist unser umfassender Leitfaden für entspanntes Stillen in diesem Sommer.

Was Hitze (wirklich) beim Stillen bewirkt
Lassen Sie uns zunächst mit einigen Vorurteilen aufräumen, denn die Sommerhitze sorgt bei stillenden Müttern oft für Sorgen, die nicht immer begründet sind.
Die Hitze trocknet Ihre Milch nicht aus
Das ist die größte Sorge. Und es ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Hitze kann zu Dehydrierung führen, und eine starke Dehydrierung kann tatsächlich Ihre Milchproduktion beeinträchtigen. Aber normale Sommerhitze, selbst wenn sie intensiv ist, führt nicht direkt zu einer Verringerung Ihrer Milchmenge, vorausgesetzt, Sie trinken ausreichend.
Muttermilch passt sich der Hitze an
Das ist sogar einer der bemerkenswertesten Mechanismen beim Stillen: Bei warmem Wetter passt sich die Zusammensetzung Ihrer Milch auf natürliche Weise an, um Ihrem Baby mehr Wasser zuzuführen. Die ersten Milchströme zu Beginn des Stillens, die sogenannte Vormilch, sind besonders wasserreich und helfen Ihrem Baby, ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen.
Ein gestilltes Baby braucht kein zusätzliches Wasser
Selbst bei großer Hitze benötigt ein ausschließlich gestilltes Baby unter sechs Monaten kein zusätzliches Wasser. Ihre Milch reicht für seine Flüssigkeitszufuhr aus, vorausgesetzt, es trinkt nach Bedarf und Sie selbst sind ausreichend mit Flüssigkeit versorgt.
Was sich tatsächlich ändert
Was sich ändert, ist Ihr Wohlbefinden. Das verstärkte Wärmegefühl beim Stillen. Das Schwitzen in der Nacht. Das unangenehme Haut-an-Haut-Gefühl, wenn die Temperaturen über 30 Grad steigen. Und manchmal stillt das Baby häufiger, aber kürzer – was völlig normal und eine natürliche Anpassung ist.
Flüssigkeitszufuhr: die oberste Priorität im Sommer
Während der Stillzeit benötigt Ihr Körper täglich etwa 700 lange Ärmel mehr als normalerweise. Bei großer Hitze steigt dieser Bedarf je nach Schweißausbruch, körperlicher Aktivität und Raumtemperatur noch weiter an.
Das zuverlässigste Signal: Ihr Durst. Während der Stillzeit verstärkt sich das Durstgefühl oft gerade beim Stillen selbst – das ist ein hormoneller Mechanismus, der mit Oxytocin zusammenhängt. Achten Sie darauf. Halten Sie immer ein großes Glas Wasser griffbereit, bevor Sie mit dem Stillen beginnen.
Empfohlene Getränke: Wasser, je nach Vorliebe still oder mit Kohlensäure. Kalte Kräutertees wie Hibiskus, Minze oder Eisenkraut, die den Flüssigkeitshaushalt auffüllen und erfrischen. Selbstgemachte aromatisierte Wässer mit Gurke, Zitrone oder Erdbeere für Abwechslung ohne Zuckerzusatz. Leichte Brühen, falls es Ihnen schwerfällt, reines Wasser zu trinken.
Was man besser einschränken sollte: Zu viel Kaffee und Tee – ihre leicht harntreibende Wirkung kann bei großer Hitze die Dehydrierung verstärken. Zuckerhaltige Getränke und Limonaden. Alkohol, der dehydriert und in die Muttermilch übergeht.
Ein Tipp, der wirklich funktioniert: Stellen Sie in jedem Raum, in dem Sie normalerweise stillen, Gläser mit Wasser bereit. So müssen Sie während des Stillens nie aufstehen, um etwas zu trinken zu holen – was an heißen Tagen einen großen Unterschied macht.

Wie man das Baby beim Stillen kühl hält
Oft ist es gerade diese zusätzliche Wärme, die durch den Körperkontakt zwischen dir und deinem Baby beim Stillen entsteht, die am unangenehmsten ist.
Wählen Sie Ihren Stillplatz mit Bedacht aus
Der kühlste Raum im Haus ist nicht unbedingt das Schlafzimmer. Oft handelt es sich um einen nach Norden ausgerichteten Raum oder einen Raum, dessen Fensterläden seit dem Morgen geschlossen sind. In Pariser Wohnungen ohne Klimaanlage sind die Innenräume oft kühler als die zur Straße hin gelegenen Räume.
Ein schwenkbarer Ventilator, der die Luft umwälzt, ohne direkt auf das Baby zu blasen. Ein Nebelgerät, das neben dem Bettchen steht und vor dem Stillen einige Sekunden lang Nebel versprüht, macht einen großen Unterschied beim Wärmeempfinden. Tagsüber geschlossene Fensterläden und Vorhänge, um die nächtliche Kühle zu bewahren.
Vermeiden Sie direkten Hautkontakt, wenn Ihnen zu warm ist
Ein leichter Stoff zwischen Ihnen und Ihrem Baby kann bei großer Hitze paradoxerweise angenehmer sein als der direkte Hautkontakt. Ein kleines Baumwolltuch, das Sie während des Stillens auf Ihren Bauch legen, saugt den Schweiß auf und bildet eine leichte Wärmebarriere, ohne den Kontakt zu beeinträchtigen.
Stillen Sie öfter, aber kürzer
Bei großer Hitze kann es sein, dass Ihr Baby häufiger nach der Brust verlangt – nicht unbedingt, weil es Hunger hat, sondern um Flüssigkeit aufzunehmen und sich zu beruhigen. Diese kürzeren und häufigeren Stillmahlzeiten sind völlig normal. Versuchen Sie nicht, die Abstände zu verlängern, sondern stillen Sie nach Bedarf und vertrauen Sie dem Rhythmus Ihres Babys.
Kleidung (und Ausziehen) zum Stillen im Sommer
Im Sommer ist die Wahl Ihrer Stillkleidung noch wichtiger als im Winter. Man will schließlich nicht in synthetischen Stoffen ins Schwitzen kommen oder bei 35 Grad mehrere Schichten ausziehen müssen.
Materialien, die alles verändern
Leichte Bio-Baumwolle ist Ihr bester Verbündeter im Sommer: atmungsaktiv, weich und schweißabsorbierend, ohne die Haut zu reizen. Leinen eignet sich perfekt für die heißesten Tage – es fühlt sich kühl an und lässt die Haut besser atmen als jede andere Faser. Modal ist weich und temperaturregulierend und somit ideal für heiße Nächte. Vermeiden Sie Polyester und synthetische Mischgewebe, die zum Schwitzen führen und Wärme speichern.
Die besten Kleidungsstücke für den Sommer
Ein Still-Tanktop ist das ultimative Sommerkleidungsstück für stillende Mütter. Es ist schlicht gehalten, bedeckt das Nötige, ermöglicht sofortigen Zugang zu den Brüsten und lässt Arme und Schultern frei, um für maximale Belüftung zu sorgen. Ob allein zu Hause oder unter einer leichten, offenen Bluse beim Ausgehen – es passt zu jeder Gelegenheit.
Unsere Stillshirts aus weicher Baumwolle sind auch perfekt für den Sommer – wählen Sie helle Farben, die die Wärme reflektieren, statt dunkle, die sie absorbieren. Und unsere fließendenStillkleider aus leichtem Stoff sind die bequemste Wahl für die heißesten Tage: einteilig, weit geschnitten, atmungsaktiv, bedeckend und dennoch luftig.

Die Nacht: die größte Herausforderung
Die Sommernächte mit einem gestillten Baby sind vielleicht die größte Herausforderung dieser Jahreszeit. Dir ist heiß. Dem Baby ist heiß. Die Bettwäsche ist heiß. Und die nächtlichen Stillmahlzeiten folgen in einer stickigen Atmosphäre aufeinander, die das Wiedereinschlafen noch schwieriger macht.
Ein paar Tipps, die wirklich helfen: ein leichtes Baumwolltuch statt einer Bettdecke, auch wenn diese noch so leicht ist. Ein Ventilator, der auf die Decke gerichtet ist, nicht direkt auf Sie oder das Baby. Ein Stillpyjama aus dünner Baumwolle oder Modal statt – paradoxerweise – ganz ohne Kleidung zu schlafen; ein leichter Stoff leitet Schweiß besser ab und sorgt für eine stabilere Temperatur als wenn man nackt ist.

Hitzewelle mit Baby: Warnzeichen, auf die man achten sollte
Es gibt die unangenehme, aber erträgliche Sommerhitze. Und es gibt die Hitzewelle, die besondere Vorsicht erfordert, vor allem bei einem Säugling.
Bei Babys sind folgende Anzeichen für eine Dehydrierung zu beachten: Weniger nasse Windeln als gewöhnlich (weniger als 6 pro Tag bei einem Säugling). Eingesunkene Fontanelle. Trockener Mund und trockene Schleimhäute. Weinen ohne Tränen. Ungewöhnliche Reizbarkeit oder, im Gegenteil, Lethargie. Wenn Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen bemerken, suchen Sie umgehend einen Arzt auf.
Achten Sie auf folgende Warnzeichen: Starke Kopfschmerzen. Dunkler, spärlicher Urin. Schwindel. Verwirrtheit. Dies sind Anzeichen für eine starke Dehydrierung – trinken Sie etwas und suchen Sie sofort einen kühlen Ort auf.
An Hitzetagen: Bleiben Sie während der heißesten Stunden (11–17 Uhr) im Haus. Wenn Sie keine Klimaanlage haben, suchen Sie sich klimatisierte öffentliche Orte in der Nähe – Bibliotheken, Einkaufszentren, Museen – und zögern Sie nicht, dort ein paar Stunden mit Ihrem Baby zu verbringen. Das regelmäßige Befeuchten von Nacken und Handgelenken hilft, das Hitzegefühl schnell zu lindern.
Stillen im Freien in diesem Sommer
Der Sommer lädt dazu ein, nach draußen zu gehen – in Parks, auf Terrassen, an Schwimmbäder und Strände. Und mit ein wenig Organisation ist das Stillen im Freien im Sommer durchaus möglich.
Am Strand oder am Pool
Stillen am Strand ist möglich, aber suchen Sie sich einen leicht schattigen Platz zum Aufhalten. Direkte Sonneneinstrahlung auf das Baby während des Stillens sollte vermieden werden, insbesondere bei sehr kleinen Säuglingen, deren Haut extrem empfindlich ist. Ein Sonnenschirm, die Unterseite eines Sonnendachs oder der Schatten eines Baumes – suchen Sie sich Ihren Platz, bevor Sie stillen müssen.
Was die Kleidung angeht, ist ein Stillshirt über einem Badeanzug oder einem Bikini-Oberteil die praktischste Kombination. Zum Schwimmen zieht man das T-Shirt aus, zum Stillen zieht man es wieder an.

Auf der Terrasse oder beim Picknick
Schattige Plätze im Park oder eine überdachte Terrasse eignen sich perfekt zum Stillen im Sommer. Machen Sie es sich bequem, halten Sie Ihre Wasserflasche griffbereit und genießen Sie diesen Moment – das Stillen mitten im Sommer, im goldenen Licht eines Nachmittags im Park, ist eines dieser stillen kleinen Glücksmomente, an die man sich noch lange erinnert.
Der Sommer – eine schöne Jahreszeit zum Stillen
Man sagt es nicht oft genug: Der Sommer ist auch eine sehr günstige Jahreszeit zum Stillen. Man trägt weniger Kleidung, sodass das Stillen schneller in Gang kommt. Man geht öfter nach draußen, und das Stillen auf einer Terrasse oder im Park ist angenehmer als in einem Wartezimmer im Winter. Das reichlich vorhandene Tageslicht hilft dabei, den Tagesrhythmus des Babys zu regulieren. Und das Vitamin D, das Sie im Freien aufnehmen, kommt auch Ihrer Milch zugute.
Mit der richtigen Kleidung, einer guten Flüssigkeitszufuhr und ein paar einfachen Anpassungen kann der Sommer zu einer der schönsten und reibungslosesten Phasen Ihres Stillabenteuers werden.
Bei 23 Mai Paris sind unsere Stillshirts , unsere Tank-Tops, unsere Kleider und unsere neue Sommerkollektion darauf ausgelegt, Sie in dieser Jahreszeit mit Leichtigkeit, Komfort und jenem gewissen Extra an Stil zu begleiten, das das Stillen ein wenig fröhlicher macht – selbst bei 35 Grad.
Entdecken Sie unsere komplette Kollektion an Stillmode für alle Jahreszeiten und insbesondere für den Sommer.




















