Stillpyjamas und Stillnachthemden: So treffen Sie die richtige Wahl für die Stillnächte
Der Stillpyjama ist das Kleidungsstück, das man am seltensten auswählt und am meisten bereut. In den ersten Monaten wacht eine Mutter zwei- bis viermal pro Nacht auf, um im Dunkeln und im Halbschlaf zu stillen. Nachtwäsche, die man hochkrempeln, aufknöpfen oder ausziehen muss, macht aus jedem Stillvorgang ein vollständiges Aufwachen. Ein speziell für das Stillen konzipiertes Outfit ermöglicht es, das Baby zu stillen, ohne das Licht anzuschalten oder unter der Decke hervorzukommen. Hier erfahren Sie, wie Sie die richtige Wahl treffen – zwischen Nachthemd und zweiteiligem Pyjama – und je nach Jahreszeit.
Nachthemd oder zweiteiliger Schlafanzug?
Das Stillnachthemd
Einteiliges Kleidungsstück, oft mit Trägern oder kurzen Ärmeln und einer Öffnung im Brustbereich. Vorteile: kein Bund in der Taille, was in den ersten Wochen nach der Entbindung besonders wichtig ist, vor allem nach einem Kaiserschnitt; in drei Sekunden angezogen; praktisch in der Entbindungsstation für Untersuchungen. Die Kollektion der Stillnachthemden umfasst diese Modelle. Nachteil: Im Winter sind die Beine unbedeckt, und das Kleidungsstück ist weniger praktisch, um aufzustehen und sich im Haus zu bewegen.
Der zweiteilige Schlafanzug
Ein Oberteil zum Öffnen und eine Hose oder Shorts mit elastischem Bund. Wärmer und eleganter, falls jemand zu Besuch kommt, und das Oberteil kann morgens auch solo getragen werden. Zweiteilige Stillpyjamas sind über zwölf Monate hinweg die vielseitigste Variante. Nachteil: Ein Gürtel – selbst wenn er elastisch ist – kann in den ersten Tagen auf einem empfindlichen Bauch nach der Geburt unangenehm sein.
Der richtige Kompromiss für viele Mütter: ein Nachthemd für den Krankenhausaufenthalt und die ersten zwei Wochen, danach ein oder zwei zweiteilige Schlafanzüge. Die Checkliste für die Kliniktasche sieht diese Aufteilung vor.
Offenheit: Das Kriterium, das um 3 Uhr morgens den Unterschied ausmacht
Es gibt vier Systeme, genau wie auf den T-Shirts, aber nachts ändert sich die Rangordnung.
Doppellagiger, hochklappbarer Teil: Tagsüber unauffällig, aber nachts muss man den Einsatz durch Tasten finden. In Ordnung, aber nicht ideal.
Wickeljacke: Man muss nur eine Seite zur Seite schieben. Das geht sehr schnell, aber manchmal öffnet sie sich im Schlaf von selbst.
Träger mit Clips oder Druckknöpfen: ein Handgriff, eine Hand. Sehr praktisch, vorausgesetzt, der Clip ist stabil.
Reißverschluss oder vertikale Druckknöpfe: Am besten zu regulieren, auch zum Abpumpen angenehm. Etwas auffälliger und fühlt sich beim Kontakt etwas kühler an.
Der Test: Schließen Sie die Augen und öffnen und schließen Sie sie mit einer Hand. Wenn Sie bei dieser Bewegung nachdenken müssen, wird Sie das wach machen. Der Leitfaden zur Auswahl eines bequemen Stillnachthemds vergleicht die verschiedenen Modelle im Detail.
Das Material: weich, saugfähig, oft waschbar
Nachts läuft Milch aus der Brust, an der nicht gestillt wurde, in den ersten Wochen schwitzt man nach der Geburt stark, und das Baby spuckt auf der Schulter. Ein Stillpyjama wird mehrmals pro Woche gewaschen.
Baumwolljersey: die Standardwahl. Atmungsaktiv, saugfähig, waschbeständig bei 40 °C. Etwas dickerer Baumwollstoff bleibt auch im feuchten Zustand blickdicht.
Modal oder Bambusviskose: sehr weich, im Sommer angenehm kühl, reguliert die Feuchtigkeit gut. Für eine lange Lebensdauer kalt waschen und an der Luft trocknen lassen.
Strick und Fleece: für den Winter, bei Hosen und Oberteilen. Achten Sie auf den Schnitt, der trotz der Dicke bewegungsfreundlich bleiben sollte.
Polyester-Satin: schön, aber rutschig; nimmt Milchgerüche an und ist nicht atmungsaktiv. In den ersten Monaten sollte man darauf verzichten.
Die weiche Stillkleidung besteht aus Stoffen, die sich auf empfindlicher Haut angenehm anfühlen. Auf der Seite mit den Pflegehinweisen finden Sie Angaben zu den Temperaturen, bei denen die Gummibänder ihre Elastizität behalten.
Sommer, Winter: Die Nachtwäsche der Jahreszeit anpassen
Im Sommer
Ein dünnes Nachthemd mit Trägern oder ein Still-Tanktop mit bequemen Shorts. In den ersten Wochen treten häufig nächtliche Hitzewallungen auf – ein dünnes, helles Material hilft dabei. Der Artikel „Stillen bei Hitze“ gibt weitere Tipps.
Im Winter
Ein zweiteiliger Schlafanzug aus dicker Baumwolle oder Strick, Socken und eine offene Strickjacke griffbereit für das Stillen im Sitzen. Die Gefahr: Ein zu warmes Oberteil, in dem man beim Stillen schwitzt und dann im Bett wieder friert. Besser zwei dünne Schichten als eine dicke. Die Organisation wird in den Artikeln „Nachts im Winter alleine stillen“ und „Beim Stillen warm bleiben“ näher beschrieben.
Welche Modelle passen zu welcher Mutter?
Als schlichtes und bequemes erstes Nachtoutfit erfüllt der weiße Stillpyjama für 24 € seinen Zweck ohne Schnickschnack. Wer ein Modell mit Charakter sucht, das sich auch am späten Nachmittag zu Hause tragen lässt, greift zum Stillpyjama mit Leopardenmuster aus der Leoparden-Kollektion. Mütter, die gerne ein personalisiertes Kleidungsstück – mit dem gestickten Vornamen des Babys – verschenken oder erhalten, entscheiden sich für die personalisierbaren Modelle, die oft als Geschenk für eine frischgebackene Mutter gewählt werden.
Wie viel braucht man? Mindestens zwei Schlafanzüge, drei, wenn Sie keinen Wäschetrockner haben, denn es wird Nächte geben, in denen alles um 4 Uhr morgens in die Waschmaschine wandert. Der Artikel „Wie viel Stillkleidung brauchen Sie?“ enthält einen vollständigen Rotationsplan.
Die Kosten für einen Stillpyjama
15 bis 25 €: Supermärkte. Feine Baumwolle, schlichter Ausschnitt. Eine Saison.
25 bis 60 €: Spezialmarken. Dichteres Baumwollgewebe, auf Durchlässigkeit geprüft, Schnitt, der dem Bauch nach der Geburt Rechnung trägt. Dies ist die Preisspanne der Stillpyjama-Kollektion, die zwischen 22 und 56 € liegt.
Ab 60 €: Seide, Kaschmir oder limitierte Serien. Eher ein Vergnügen als eine Notwendigkeit, aber ein sehr schönes Geschenk zur Geburt.
Mit den Stillpyjamas im Sonderangebot kann man sich ein drittes Outfit zu einem günstigen Preis zulegen. Unter dem Pyjama verhindert ein weicher Nacht-BH mit Stilleinlagen, dass das ganze Bett durch ein nasses Laken geweckt wird.
Häufig gestellte Fragen
Braucht man einen speziellen Stillpyjama oder reicht ein Pyjama mit Knöpfen aus?
Ein Pyjama mit Knöpfen funktioniert zwar für ein paar Nächte, aber wenn man ihn im Halbschlaf aufknöpft, wacht man vollständig auf und die Brust bleibt unbedeckt. Eine speziell für das Stillen konzipierte Öffnung lässt sich mit einer Hand öffnen und ebenso schnell wieder schließen, was die Schlafqualität über mehrere Monate hinweg verbessert.
Nachthemd oder Schlafanzug für den Krankenhausaufenthalt?
Ein Nachthemd, ganz klar: Nach der Entbindung muss es an der Taille nicht mehr sitzen, lässt sich schnell anziehen und ist praktisch für Untersuchungen. Ab der zweiten oder dritten Woche übernimmt dann zu Hause der zweiteilige Schlafanzug.
Wie kann man nächtliches Auslaufen von Milch vermeiden?
Ein weiches Nacht-BH mit Stilleinlagen, die beim Aufwachen und beim Stillen mitten in der Nacht gewechselt werden. Ein Pyjama aus saugfähiger Baumwolle verhindert Flecken auf dem Laken. Ein Matratzenschoner unter dem Laken schützt die Matratze in den ersten Wochen.
Zusammenfassung
Ein guter Stillpyjama lässt sich im Dunkeln mit einer Hand öffnen, besteht aus Baumwolle oder Modal, das oft gewaschen werden kann, und ist an die Jahreszeit angepasst: ein leichtes Nachthemd mit lockerer Passform für die Entbindung und den Sommer, ein zweiteiliger Pyjama aus dicker Baumwolle für den Winter. Planen Sie zwei bis drei Outfits im Preisbereich von 25 bis 60 € ein und probieren Sie aus, wie leicht sich der Pyjama öffnen lässt, bevor Sie mehrere Exemplare desselben Modells kaufen.

















